Chronik

Pfarre Schönkirchen im Wandel der Zeit

Die Pfarre Schönkirchen musste bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstanden sein und wurde vom Bistum Passau gegründet. Die erste belegbare Erwähnung der Schönkirchner Pfarre stammt vom 22. September 1203.

1246 wird der erste Pfarrer von Schönkirchen namentlich überliefert: er hieß Ortolf.

Im Jahre 1557 wurde der protestantische Prediger Ludwig von Schönkirchen mit der Leitung der Pfarre betraut. Kaiser Ferdinand der zweite verfügte aber bald, dass alle Pfarren wieder mit einem katholischen Pfarrer betreut werden müssen. Ab 1629 hatten wir wieder einen katholischen Pfarrer.

Im Jahre 1672 wurde die Lorettokapelle vom Markgrafen Otto Heinrich Caretto de Grana und seiner Gemahlin Maria Theresia erbaut. Später hatte Erzherzogin und Kurfürstin Maria Antonia die Lorettokapelle besonders gefördert. Die Lorettokapelle wurde zur Wallfahrtsstätte vieler Gläubigen. Höchstwahrscheinlich ist die Figur der Mutter Gottes die schwarze Madonna, die im Nebenaltar, gegenüber dem Haupteingang steht, aus der Lorettokapelle.

Viele hohe Persönlichkeiten kamen nach Schönkirchen um bei der Mutter Gottes zu beten. Kaiser Karl der Vierte, Kaiserin Maria Theresia, Kaiserin Eleonora und Erzherzogin Magdalena.

Nach der Vernichtung der Kirche durch die Türken im Jahr 1683 wurde sie vom Freiherrn Nikolaus Giulielmus Wilhelm Beckers von Wallhorn neu erbaut.

1835 ließ Erzherzog Rainer "Die Familie des Erzherzogs Rainer, betend vor der thronenden Madonna" von Leopold Kupelwieser malen. Heute hängt dieses Gemälde über dem Hauptaltar.

1917 wurden die Kirchenglocken für Militärische Zwecke heruntergenommen, die neuen Glocken wurden 1923 geweiht.

1945 wurden durch eine beim Kirchentor niedergehende Bombe alle Fensterscheiben ca. 300 Stück zertrümmert. Das Innere der Kirche blieb baulich erhalten.

1949 wurden drei neue Glocken geweiht.

1978-1980 wurde die Kirche innen renoviert.

2002 erfolgte die Außenrenovierung der Kirche

Maria - Königin der Apostel

Das Bild des unbekannten Malers zeigt Maria, die Mutter Gottes, inmitten der zwölf Apostel.
Der Heilige Geist kommt unter der Gestalt der Feuerzungen auf alle herab:
Sendung des Heiligen Geistes im Abendmahlsaal.

Unser Bild gehört zu den schönsten Darstellungen des Pfingstereignisses.

Pfarrer der Pfarrgemeinde

  • 1696 - 1700 Johannes Schlebnik
  • 1700 - 1713 Ignaz Hartmann
  • 1713 - 1732 Johann Philipp Leimbach
  • 1732 - 1759 Johann Xaver Hantsch
  • 1759 - 1781 Franz Xaver Hantsch
  • 1781 - 1820 Ambros Patzelt
  • 1820 - 1837 Johann Kaube
  • 1837 - 1847 Franz Schuppak
  • 1847 - 1861 Josef Wenzl
  • 1861 - 1890 Heinrich Steinbach
  • 1890 - 1903 Michael Mayer
  • 1903 - 1931 Karl Richter
  • 1931 - 1949 Franz Bradler
  • 1949 - 1965 Johann Schrefel
  • 1965 - 1976 Johann Kellner
  • 1976 - 1990 Wolfgang Renauer
  • seit 1990 GR. P. Dr. Kazimierz Wiesyk SAC, Dechant

Kirche Reyersdorf

Die erste urkundliche Erwähnung von Reyersdorf ist in der Pfarreinweihungsurkunde von Weikendorf aus dem Jahre 1115 zu finden.

Die Pfarrkirche in Reyersdorf stammt aus dem Jahre 1353, der Kirchenbau wurde 1354 vollendet.

Im Jahre 1544 wird vermerkt dass die Kirche von Reyersdorf keinen Priester hat, weil die Einkünfte zu gering waren und der Vikar seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten konnte. Die engere Bindung der Kirche in Reyersdorf an die Pfarre Schönkirchen hat in dieser Zeit ihren Beginn.

1655 wurde die Einpfarrung nach Schönkirchen angestrebt, diese geschah allerdings viel später im Jahre 1766.

1887 hat die Kirche den Hauptaltar, 1888 die beiden Seitenaltäre und die Kanzel bekommen

1920 wurden die neuen Glocken geweiht, die alten Glocken wurden zu Militärzwecken eingeschmolzen.

1949 wurden drei neue Glocken geweiht.

Am 1. Jänner 1994 erfolgte die Umbenennung auf "Pfarre Schönkirchen-Reyersdorf"

Jubiläumskapelle

Die Jubiläums- Hubertuskapelle wurde im Jahr 1996 erbaut.

Schönkirchner Kreuz

Als Erzbischof von Wien bin ich der Pfarre Schönkirchen in besonderer Weise Dank schuldig, hat sie doch das kostbare "Schönkirchner Kreuz" (um 1460) als Leihgabe an den Stephansdom vergeben. Dort lädt es in der Barbarakapelle, einem stillen Ort im oft so lauten Dom, die Menschen zur Besinnung und zum Gebet ein.

Erzbischof Dr. Christoph Schönborn (1996)

Der aktuelle Pfarrbrief

Informieren Sie sich über die Geschehnisse in unserer Pfarre.

Jetzt herunterladen